Allgemeines
Dänemark ist das südlichste Land Skandinaviens und hat eine Fläche von 43 098 km². Damit ist Dänemark ungefähr 8 mal kleiner als Deutschland. Diese Fläche verteilt sich auf die Halbinsel Jütland, die im Süden an Schleswig-Holstein grenzt und hunderte von Inseln, von denen 443 benannt sind. Die größten dänischen Inseln sind Seeland mit der Hauptstadt Kopenhagen, Fünen, Lolland, Bornholm und Falster. Diese große Anzahl von Inseln hat zur Folge, dass Dänemark eine Küstenline von unglaublichen 7314 km Länge besitzt. Dänemarks Küsten zeichnen sich durch eine große Vielfalt aus:  Watten- und Marschküsten an der Nordsee mit Dünen, Sandbänken und Haffs (Meeresbuchten, die meist durch eine Nehrung vom offenen Meer abgetrennt sind und oft Süßwasserzufuhr haben) stehen im starken Kontrast zu den Kreidekalkküsten auf der Insel Møn. Der Osten Jütlands wird von Fördenküste dominiert und auf Bornholm sind Granitküsten vorherrschend. So abwechslungsreich die Küsten geografisch auch sind, ist der Rest Dänemarks außerordentlich flach mit einer durchschnittlichen Landeshöhe von 30m. Die höchste Erhebung ist der Møllehøj in Ostjütland mit 170,86m über dem Meeresspiegel. Andere Rekorde beanspruchen der Fluss Gudenå, der mit 158km Dänemarks längster Fluss ist, und der Arresee auf Seeland, der die größte Fläche aller Binnenseen mit 42km² besitzt. Der größte Teil der Fläche Dänemarks wird landwirtschaftlich genutzt (67%), gefolgt von Wald- und Heideflächen, die lediglich 16% in Anspruch nehmen. Straßen, Städte und andere Bauwerke nehmen 10% der Fläche ein. Die restlichen 7% bestehen aus Seen, Wiesen und Mooren.

Dänemark hat insgesamt ca. 5.600.000 Einwohner. Die größte Stadt in Dänemark ist mit Abstand die Hauptstadt Kopenhagen, die mit umgebendem Siedlungsgebiet ca. 1.247.000 Einwohner zählt. Ihr folgen Aarhus (Jütland) mit 260.000, Odense (Fünen) mit 173.000, Aalborg (Jütland) mit 109.000 und Esbjerg (Jütland) mit 71.600 Einwohnern (Stand: Januar 2014).

Zusätzlich hat Dänemark zwei Außenbesitzungen mit Selbstverwaltung: Grönland und die Färöerinseln. Grönland mit der Hauptstadt Nuuk ist mit Ausnahme des Kontinents Australiens die größte Insel der Welt mit einer Fläche von 1,8 Mio km², von der ein großer Teil von uraltem Inlandeis bedeckt ist. Dieses gefrorene Eis macht 10% des gesamten Süßwasservorrates auf der Erde aus. Die Färöerinseln (übersetzt: Schafinseln) bestehen aus 18 Inseln vulkanischen Ursprungs auf einer Fläche von ca. 1.400 km². Ihre Hauptstadt ist Tórshavn.

 

Wer sind die Dänen?
Dänemarks bewegte GeschichteDie Dänen sind sehr stolz auf die Geschichte ihres Landes. Im Folgenden wird im Zeitraffer eine Zeitreise durch das nordische Land gemacht.


Stein-, Bronze-, Eisenzeit
Vor etwa 250 000 Jahren gab es die ersten Menschen im Gebiet des heutigen Dänemarks. Dies konnte anhand von Feuersteinen und zerbrochenen Hirschknochen festgestellt werden. Lange Zeit lebten die Menschen als Jäger und Sammler, bevor sie ab ca. 4000 v. Chr. sesshaft wurden und die Bauernsteinzeit anbrach. Ab etwa 1800 v. Chr. begann die Bronzezeit, aus der heute noch einige berühmte Hügelgräber zu besichtigen sind. Manchmal finden sich in diesen Gräbern sogar noch konservierte Särge, Beigaben und Kleidung aus dieser Zeit. Eines der berühmtesten Fundstücke ist der Sonnenwagen von Trundholm. Während der Eisenzeit kam es um 120 v. Chr. zu einer Klimaverschlechterung, die zu einer riesigen Völkerwanderung der Kimbern und Teutonen vom heutigen Jütland führte. Diese Völkerwanderung hatte sogar auf das Römische Reich Auswirkungen. Außerdem kam es zur Gründung von Ribe und Haithabu, welches sich heute in Schleswig-Holstein befindet. Diese Städte waren wichtige Handelszentren für den Nord-Süd-Handel und erreichten für damalige Verhältnisse riesige Ausmaße.


Wikingerzeit
Wer an dänische Geschichte denkt, denkt sofort an die Wikinger. Die Wikingerzeit begann 793 mit dem Raubzug auf das Kloster Lindisfarne in England. Heutige Vorstellungen von Wikingern entsprechen oft den Bildern von mordenden und raubenden, seefahrenden Männern. Natürlich war bei weitem nicht die ganze Bevölkerung Skandinaviens Wikinger, sondern wer Wikinger war, übte dies als Handwerk aus. Gründe waren oft Abenteuerlust, Streben nach Ruhm, Rebellion gegen mächtige Fürsten oder ein Ausweg für junge Männer, die nicht erbberechtigt waren. Zudem ging es oft nicht darum, Raubzüge zu begehen, sondern es wurde das Ziel des Handels und Siedlung in fremden Gebieten verfolgt. Etwa 1000 n. Chr. hatten Wikinger zum Beispiel bereits amerikanischen Boden betreten. Zudem siedelten Nordmänner in Nordengland und der Normandie und beeinflussten die dortige Bevölkerung nicht unwesentlich. Die Mobilität der Wikinger wurde durch das damals ungeschlagene Geschick im Schiffbau ermöglicht. Während der Wikingerzeit wurde zudem der Grundstein für das dänische Königshaus durch Gorm den Gamle (ca. 940-50) gelegt, dessen Sohn Harald Blauzahn einen wesentlichen Schritt in Richtung Einung und Christianisierung des Landes machte. Mit der Eroberung Englands durch die Normannen 1066, brach in Dänemark das Mittelalter an.


Mittelalter
Mit der Gründung eines eigenen Erzbistums im damals dänischen Lund, löste sich Dänemark vom Erzbistum Hamburg-Bremen und die Eigenständigkeit des Königreichs war gesichert. Unter Margrete I (1376-1412), eine der mächtigsten Frauen der Geschichte, kam es zur Herrschaft über Dänemark, Schweden und Norwegen: 1497 wurde die Kalmarer Union gegründet. Margretes Nachfolger ließen die Union jedoch schnell wieder zerfallen und Schweden wurde zu Dänemarks Erzfeind.


Reformation, Absolutismus und Revolution
Christian III leitete 1536 die Reformation in Dänemark ein. Christian IV schaffte es schließlich Dänemark politisch und wirtschaftlich zu ruinieren, indem das Land gegen Schweden im 30-jährigen Krieg (1618-1648) eine Niederlage einstecken musst. Schweden bekam daraufhin die Vormachtrolle in Skandinavien und Dänemarks Landfläche schrumpfte um 1/3. Es folgten die Jahre des Absolutismus und eine Allianz mit Napoleon. Nach der Niederlage Napoleons 1814 musste Dänemark Norwegen an Schweden abtreten. Auch das Königshaus verlor an Macht, nachdem durch eine friedliche. bürgerliche Revolution die konstitutionelle Monarchie besiegelt wurde. Zudem kam es zu einer Auflehnung der Herzogtümer Schleswig und Holstein gegen Dänemark, woraufhin der Süden Jütlands an Preußen ging und Dänemarks Landfläche weiter eingeschränkt wurde.


20. Jahrhundert
Im 1. Weltkrieg verhielt sich Dänemark neutral. 1920 stimmte Nordschleswig für eine Zugehörigkeit zu Dänemark ab, woraufhin sich die Grenze wieder weiter nach Süden bis nördlich von Flensburg verschon. Auch im 2. Weltkrieg versuchte Dänemark neutral zu bleiben, doch 1940 kam es zu einer Besetzung Dänemarks durch Deutschland. Jedoch behielten die Dänen weiterhin die Kontrolle über die Regierung des Landes. Nachdem die Deutschen eine Deportation dänischer Juden geplant hatten, gelang es dem dänischen Widerstand mit Hilfe der Bevölkerung die meisten Juden zu retten und nach Schweden zu bringen. 1944 löste sich schließlich auch Island von Dänemark.


Nachkriegszeit
Dänemark wurde zum Gründungsmitglied von UN und NATO und trat 1873 zur EG (heute EU) bei. 2000 wurde allerdings gegen den Euro abgestimmt und Dänemark durfte die Dänische Krone behalten. Im selben Jahr wurde die Øresundbrücke zwischen Seeland und Schweden geöffnet, was den Kontakt zwischen beiden Ländern wesentlich erleichterte. Die jüngste Krise wurde 2006 durch den Karikaturenstreit ausgelöst: Dänische Zeitungen veröffentlichten Karikaturen Mohammeds und riefen antidänische Proteste in der ganzen islamischen Welt hervor.

Die dänische StaatsformDänemark ist eine der ältesten Monarchien der Welt. Bereits um 1000 n. Chr. im Wikingerzeitalter gab es ein dänisches Königshaus. Heute ist die Staatsform eine konstitutionelle Monarchie, in der die Königsfamilie nur eine formelle und repräsentative Funktion hat. Trotzdem sind die Dänen auf ihre Königin Margrethe II sehr stolz, denn sie genießt hohes Ansehen für ihre künstlerischen und intellektuellen Tätigkeiten. Margrethes Sohn Frederik ist Kronprinz und wird einmal zusammen mit Kronprinzessin Mary das Königspaar Dänemarks werden.

Die Grundlage der dänischen Verfassung wurde bereits 1849 gelegt und das Grundgesetz, das bis heute gilt, trat am 5. Juni 1953 in Kraft. Dieses gilt auch für Grönland und die Färöer-Inseln. Das Mindestwahlalter beträgt 18 Jahre. Seit 1972 ist Dänemark nach einer Volksabstimmung mit großer Mehrheit als Mitglied der EU erklärt worden. In Dänemark ist heute ein Einkammersystem vorherrschend. Die wichtigsten politischen Organe sind das Folketing (Parlament) und die Regierung. Das Folketing besteht aus 179 Abgeordneten, von denen je zwei Grönland und die Färöer-Inseln repräsentieren, während die Mehrzahl aus Dänemark stammt. Im Folketing sind immer mehrere Parteien vertreten, die von den dänischen Staatsbürgern gewählt werden. Die Regierung hingegen wird (zumindest formell) von Königin Margrethe ernannt. Sie besteht aus dem Staatsminister oder der Staatsministerin und den übrigen Ministern. Staatsministerin ist zurzeit Helle Thorning-Schmidt, die der sozialdemokratischen Partei angehört. Seit Februar 2014 ist die sozialdemokratische Partei zusammen mit der sozialliberalen Partei (Radikale Venstre) an der Macht.

Grundsätzlich sind die Regierungen in Dänemark meist Minderheitsregierungen. Deshalb beruht dänische Politik auf einer Konsenspolitik, in der viele Kompromisse geschlossen werden müssen. Demografische StrukturDänemark hat eine Bevölkerung von ca. 5,58 Millionen Menschen, dies entspricht einer Bevölkerungsdichte von 129 Menschen pro Quadratkilometer. Tatsächlich wohnen aber etwa 85% in Städten. Zudem sind Seeland und Fünen am stärksten bevölkert, während Jütland vergleichsweise dünn besiedelt ist.

Die Bevölkerung Dänemarks wird immer älter. Betrachtet man die durchschnittliche Lebenserwartung, lag diese 2012 bei 80,2 Jahren. Damit liegt Dänemark knapp unter dem EU-Durchschnitt mit 80,3 Jahren. Bei Männern lag die Lebenserwartung bei 78,1 Jahren, während sie bei Frauen um 4 Jahre höher mit 82,1 Jahren lag. Die Tendenz für die Lebenserwartung ist steigend. Zudem nimmt die Geburtenrate in Dänemark immer mehr ab, was in Zukunft dazu führen könnte, dass die Sterberate die Geburtenrate übertreffen könnte. Bereits 23% sind 60 Jahre und älter, während die Anzahl der 0-19- jährigen bei 24,4% liegt. Eine dänische Frau hat heute statistisch 1,8 Kinder, Tendenz sinkend, und in einem dänischen Haushalt leben nur ca. 2,5 Menschen. Damit wäre Dänemark ein kontinuierlicher Bevölkerungsrückgang prognostiziert.

90% der Gesamtbevölkerung sind von Geburt an Dänen, damit ist Dänemark ein ethnisch ziemlich homogenes Land. Ca. 15 000 bis 20 000 gehören der deutschen Minderheit in Sønderjylland, dem südlichsten Teil Jütlands, an. Zusätzlich leben noch ca. 34 000 deutsche Migranten in Dänemark. Damit bilden Deutsche den größten Migrantenanteil, gefolgt von Türken, Polen, Irakern und Schweden. Außerdem leben auch ca. 15 000 Färinger und ca. 13 000 Grönländer in Dänemark.

In Dänemark ist die Zahl der regelmäßigen Kirchengänger äußerst gering, doch 80% aller Dänen sind noch Mitglieder der evangelisch-lutherischen Folkekirke, die im Grundgesetz als Staatskirche festgelegt ist. Die restlichen 20% verteilen sich auf andere Religionen, wobei Muslime mit 4% den größten Anteil ausmachen.

Betrachtet man dänische Namen, lässt sich feststellen, dass die häufigsten Nachnamen Jensen, Nielsen und Hansen sind, was auf die alte Tradition zurückgeht, nach der der Nachname sich aus dem Namen des Vaters und –sen (Sohn) zusammensetzt. In Island funktioniert dieses System nach wie vor, doch in Dänemark werden Nachnamen mittlerweile wie in Deutschland vergeben. Männer heißen am häufigsten Peter, Jens oder Lars, während man tendenziell am häufigsten Frauen mit den Namen Anne, Kirsten und Hanne trifft.

Die Besonderheit des dänischen GesundheitssystemsDänemark verfügt über ein öffentliches Gesundheitssystem für alle dänischen Bürger, ungeachtet ihres Einkommens, Herkunft oder anderer Faktoren. Dieses ist dezentral organisiert. Auf nationaler Ebene findet die überregionale Organisation statt, während die Regionen das Krankenhauswesen organisieren. Die Gemeinden stellen hingegen die medizinischen Versorgungen durch ärztliche Dienstleistungen sicher. Medizinische Behandlungen im Krankenhaus sind kostenlos. Medikamente müssen allerdings bis 70€ im Jahr selbst bezahlt werden.


Die Finanzierung des Gesundheitssystems wird hauptsächlich durch Steuern (Einkommens- und Mehrwertsteuer) möglich gemacht. Dies führt dazu, dass 80% aller Ausgaben durch den Staat finanziert werden. Zusätzlich wurde 2007 eine neue Steuer eingeführt, die 8% des Einkommens beträgt, um Gesundheitsausgaben der Gemeinden zu finanzieren. Zusätzlich zahlen alle Erwerbstätigen 8% ihres Einkommens in Arbeitsmarktfonds ein, die dann Gesundheitsleistungen im Krankheitsfall und bei Mutterschaft übernehmen.

In Dänemark gibt es nur eine staatliche Krankenkasse (im Gegensatz zu Deutschland mit über 100 gesetzlichen Krankenkassen). In dieser gibt es zwei verschiedene Kategorien. Über 98% aller Dänen befinden sich in der ersten Kategorie, bei der man sich bei einem Hausarzt im Umkreis von 10 km eintragen lassen muss. Dieser Hausarzt übernimmt dann meist die ersten Untersuchungen und überweist den Patienten dann, wenn es notwendig ist, an einen Facharzt oder ins Krankenhaus. Die Ausnahme besteht bei HNO- und Augenärzten. Diese können von Patienten auch direkt aufgesucht. In der zweiten Kategorie ist eine freie Wahl des Arztes möglich und eine Überweisung an einen Facharzt durch einen Hausarzt nicht notwendig. Ab dem 18. Lebensjahr müssen die Kosten für Zahnärzte selbst getragen werden, sofern nicht eine private Zusatzversicherung abgeschlossen wird.

Ca. 50% der Ärzte in Dänemark arbeiten freiberuflich. Ärztliche Niederlassungen sind aber in Gegensatz zu Deutschland stärker eingeschränkt: Ärzte dürfen sich nicht in Regionen niederlassen, in denen Ärzte weniger als 1300 Patienten auf der Liste haben. Tun sie dies dennoch, zahlt die Krankenkasse nicht für Behandlungen und 100% müssen selbst übernommen werden. Durch diese Regelung wird dafür gesorgt, dass, anders als in Deutschland, auch auf dem Land ärztliche Versorgung sichergestellt ist.

Doch auch das dänische Gesundheitssystem ist nicht frei von Problemen. Beispielsweise sind die Wartelisten in den Krankenhäusern ziemlich lang. Dem wird entgegengewirkt, indem öfter Überweisungen in ausländische Klinken vorgenommen werden und der Wartezeitraum für einzelne Behandlungen im Internet veröffentlicht wird, so dass Patienten sich Alternativen überlegen können. Zusätzlich wird auch in Dänemark, trotz der Einschränkung von ärztlichen Niederlassungen, das Problem des Ärztemangels auf dem Land dringlicher. Der Anteil an weiblichen Medizinstudenten liegt bereits bei 60%, was allerdings auch dazu führt, dass Ärztinnen durch Mutterschaft öfter ausfallen als männliche Kollegen. Um dem drohenden Ärztemangel entgegenzuwirken, müssten also mehr Studienplätze bereitgestellt werden.

Wichtige Informationen für Touristen:
- In Krankenhäusern wird grundsätzlich kostenlos behandelt. Dies gilt auch für Touristen.
- Die meisten Hotels besitzen einen Kontakt zu einem Arzt und können im Notfall ihre Hilfe anbieten.
- Auch über Campingplätze, Jugendherbergen und Touristenbüros kann ärztliche Hilfe angefordert werden.
- Apotheken haben meistens ähnliche Öffnungszeiten wie die Geschäfte im Ort. In größeren Städten gibt es auch Apothekennotdienste.
- Viele Medikamente sind in Dänemark verschreibungspflichtig, auch wenn diese in Deutschland ohne Rezept erhältlich sind.
- Der Notruf für Unfallhilfe und Ambulanz ist 112.

Das Bildungssystem in DänemarkIn Dänemark besteht – im Gegensatz zu Deutschland – keine allgemeine Schulpflicht, sondern stattdessen eine neunjährige Unterrichtspflicht im Alter von 7 – 16 Jahren.

Die folgende Beschreibung des dänischen Bildungssystems lehnt sich in großen Teilen an die Arbeit der ISIS Berlin e.V. „Bildungssysteme in Europa“ an:
Die Möglichkeiten vor der Schule sind ähnlich wie in Deutschland. Es gibt Kinderkrippen (bis 3 Jahre) und Kindergärten (3 – 7 Jahre) und eine einjährige Vorschule, die etwa 97% aller 5-Jährigen in Anspruch nehmen. Danach folgt die Grundschule (Folkeskole), die – im Unterschied zu Deutschland – bis zur 9. Klasse besucht wird. Zusätzlich kann eine freiwillige 10. Klasse besucht werden, die tatsächlich über 80% der Schüler in Anspruch nehmen. Die Folkeskole hat nach dem Gesetz die Aufgabe fächerspezifisches Wissen zu vermitteln und die Schüler zu demokratischen Bürgern zu erziehen. Nach der Erfüllung der Unterrichtspflicht gehen 10% der Schüler ab und gehen in den Arbeitsmarkt über. Für die übrigen 90% bieten sich verschiedene Möglichkeiten für den Sekundarbereich. In Dänemark gibt es allgemeinbildende Gymnasien, mit denen die allgemeine Hochschulreife erlangt werden kann (studenterkurser). Diese werden 2-3 Jahre lang besucht. Andere Möglichkeiten sind Tages- oder Abendschulen, in denen ebenfalls die allgemeine Hochschulreife erreicht werden kann, sowie berufliche Ausbildungen mit einer Dauer von 3-4 Jahren, die mit einer Gesellenprüfung abgeschlossen werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit ein Jahr lang eine Produktionsschule zu besuchen, in der Theorie und Praxis miteinander verbunden werden. Eine weitere Möglichkeit ist der Besuch eines beruflichen Gymnasiums, in dem Ausbildung und Abitur kombiniert wird.

Im Tertiärbereich gibt es Universitäten und Hochschulen, in denen – wie in Deutschland – Bachelor, Master und Promotion erreicht werden können. Des Weiteren gibt es Fachhochschulen mit verschiedenen Ausrichtungen. Anders als in Deutschland wird allerdings jeder Student durch den Staat mit einem Stipendium bezuschusst, unabhängig vom Einkommen der Eltern und dem Wohnsitz. Zwar variiert der Betrag des Stipendiums, doch wird so allen Studenten ein finanziell unabhängiges Studium ermöglicht. Der Staat kann die Stipendien durch Steuern finanzieren.

Eine Besonderheit im dänischen Bildungssystem sind die Volkshochschulen (Folkehøjskoler). Das Konzept der Volkshochschule wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von N.F.S. Grundtvig entwickelt, um das Bildungsniveau der dänischen Bevölkerung zu verbessern. Heute gibt es in Dänemark ca. 80 Volkshochschulen, die oft in schöner Natur gelegen sind. Die Schüler leben dort meist für einige Monate und können an unterschiedlichsten Kursen teilnehmen, doch auch kürzere Kurse werden angeboten. Meist beträgt das Alter der Schüler 18-30 Jahre, doch es gibt mittlerweile auch Kurse für Ältere. Die Volkshochschulen werden vom Staat bezuschusst, da sie einen wichtigen Teil der dänischen Kultur darstellen. Ihr Zweck besteht darin die Allgemeinbildung auszubauen und nicht, um einen Abschluss zu erreichen. Der Unterricht findet meist auf Dänisch statt. Infos über Kurse, Schulen und Stipendien gibt es auf www.hojskolerne.dk

Klima
In Dänemark ist ein gemäßigtes, mildes Seeklima vorherrschend. Das bedeutet, dass das Klima durch die Meere, die Dänemark umgeben, beeinflusst wird. Typisch für Dänemark sind demnach schnell wechselnde Wetterlagen, die durch Zyklonen entstehen. Zyklonen sind Tiefdruckgebiete, die sich in nordöstliche Richtung über Dänemark hinwegbewegen. Oftmals wechselt das Wetter folgendermaßen: Nach gemäßigtem Niederschlag folgt durch die Warmfront klares, leicht diesiges Wetter mit eventuell leichtem Nieselregen. Die nachfolgende Kaltfront bringt dann kräftige Schauer, gefolgt von wieder klarem Wetter mit nur wenigen Wolken.

Das milde Klima in Dänemark ist hauptsächlich dem Golfstrom im Atlantik zu verdanken. Ohne den Golfstrom würden in Dänemark ähnliche Klimaverhältnisse herrschen wie im südlichen Alaska.

Dies führt zu einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 7,7°C. Während der mäßig warmen Sommer beträgt die Durchschnittstemperatur ca. 16°C mit Juli und August als die wärmsten Monate. In Kopenhagen beispielsweise beträgt die durchschnittliche Maximaltemperatur im Juli 21,8°C, jedoch können an heißen Tagen durchaus auch 30°C erreicht werden.

Die Winter fallen verhältnismäßig mild aus mit einer Durchschnittstemperatur von ca. 0,5°C. Die kältesten Monate sind Januar und Februar mit ca. 0,0°C. In Kopenhagen beträgt im Januar und Februar die durchschnittliche Maximaltemperatur ca. 2,0°C und die Minimaltemperatur ca. -2,2°C.

Betrachtet man das Klima in Abhängigkeit zur Geografie kann festgestellt werden, dass im Sommer die höchsten Durchschnittstemperaturen auf Lolland-Falster und Südseeland erreicht werden, während die niedrigsten Temperaturen im Winter hauptsächlich Regionen vorbehalten sind, die weiter vom Meer entfernt sind.

Die Wassertemperaturen des Meeres betragen im Juni bis August ca. 17 – 22°C, jedoch können sie abhängig von der Sonneneinstrahlung auch manchmal bis zu 25°C erreichen.

Dänemark kennzeichnet sich auch durch frischen Wind, der im Winter stärker als im Sommer ausfällt. Der Wind kommt hauptsächlich aus westlicher Richtung und führt so zu deutlich mehr Niederschlag im Westen, mit ca. 750mm im Jahresmittel, als auf den dänischen Inseln mit nur ca. 450mm. In der Hauptstadt beträgt die jährliche Niederschlagsmenge ca. 570mm. Grundsätzlich führen die Westwinde aber ganzjährlich zu einigermaßen ausgeglichenem Niederschlag. Der meiste Niederschlag fällt aufs Jahr gerechnet auf die Herbstmonate, während im Februar und im April am wenigsten Niederschlag fällt. In den Sommermonaten zählen durchschnittlich 9 Tage im Monat zu Regentagen.

Von Mai – Juli gibt es durchschnittlich ca. 8 Sonnenstunden am Tag, im August immerhin noch 6,5. Die wenigsten Sonnenstunden sind von November bis Januar zu erwarten, ca. 0,5 – 1,4.

Kennzeichnend für Dänemark sind von Mai bis August außerdem die langen, hellen Sommernächte. Am 1. Juli beispielsweise geht die Sonne bereits um 4:40 Uhr auf und erst um 22:06 Uhr wieder unter.

Zur Wettervorhersage des dänischen meteorologischen Instituts: http://www.dmi.dk

Kulinarisches
Die Dänische Küche ist mehr als Hot Dog und Pølser - ist Kochkunst und Liebe zum Essen.

Mittlerweile dürften Sie in ganz Deutschland bekannt sein. Die dünnen Brühwürste in dem auffallenden roten Darm, die in ein Brötchen gelegt werden, mit Röstzwiebeln bedeckt und ein, zwei Gurkenscheiben verziert liebevoll verzehrt werden. Sie sind Bestandteil der dänischen Fastfood Küche - und kommen letztlich aus Deutscchland. Aus Frankfurt, wo sie 1487 erfunden sein sollen.


Dennoch birgt das Land zwischen Ost- und Nordsee viele Besonderheiten kulkinarischer Art. Der nördlichste Wein Europas wird in Fünen angebaut. Auf der Insel Sakø wird Speiseeis mit Birkensaft und Zuckertang hergestellt und auf der Insel Læsø wird nach mittelalterlicher Tradition Siedesalz aus dem Grundwasser gewonnen.

Tauchen Sie ein, lassen Sie sich von der dänischen Küche inspirieren, überzeugen und anregen.
Der Tisch ist bereits für Sie gedeckt.

Kontinent Europa
Amtssprache Dänisch (versch. Dialekte möglich)
Kennzeichen DK
Nationalfeiertage

5. Juni (Verfassung 1953) / 16. April ( Geb Mar II)

Fläche über alle Inseln 42.093 km2
Geografische Lage 8º O - 15º O / 55º - 58º N
Hauptstadt Kopenhagen (liegt nördlich auf der Insel Seeland)
Zeitverschiebung MEZ 0 Stunden
Höchste Erhebung Yding Skohej 173m
Mittlere Temperatur Januar 0º C / Juli 18º C

Jährliche Niederschlagsmenge 570mm
Einwohner (2017) 5.350.000
Größte Stadt Kopenhagen (1.400.000 Einwohner)
Bevölkerungswachstum 0,1 %
Mittlere Lebenserwartung

Frauen 77 Jahre / Männer 72 Jahre

Analphabeten unter 0,1 %
Ethnische Gruppen

Dänen 97 % / Sonstige 3,0 %

Mittleres Jahreseinkommen 32.900 US$
Währung

Dänische Krone DKK / 1 DKK = 100 Øre

Wichtigste Importgüter Maschinen, Transportmittel, Fertigwaren
Wichtigste Exportgüter

Maschinen, Nahrungsmittel 

Sektoren der Wirtschaft 

Landwirtschaft 5,0 % / Industrie 35,0 % / Dienstleistungen 60,0 % 

Internet-Kennung .dk 

Einreisebestimmungen
Dänemark gehört ebenso wie der Nachbar Schweden zum Schengen Raum, somit ist uneingeschränktes Reisen gewährleistet. Wie jedoch in jedem anderen Land gehören ein paar Besonderheiten zu dem an Deutschland angrenzenden EU Mitgliedstaat Dänemark dazu. Diese zu kennen ist sehr hilfreich. Einiges haben wir hier zusammengefasst. Sollten wir etwas vergessen haben, was Ihnen wichtig erscheint, würden wir uns über eine Rückmeldung sehr freuen. Wir werden dann die Unterlagen ergänzen.

Obwohl es keine Grenzkontrollen mehr gibt, sollten alle EU-Bürger und Schweizer bei der Einreise Ausweispapiere bei sich führen, Nicht-EU-Bürger müssen sich vor der Einreise informieren, welche Visabestimmungen für die jeweilige Staatsbürgerschaft gelten.

Wer Haustiere mit nach Dänemark bringen möchte, sollte sich versichern, dass jedes Tier einen EU-Heimtierausweis besitzt. Hunde und Katzen müssen gegen Tollwut geimpft sein und einen implantierten Chip besitzen, der sie eindeutig identifiziert. Ein Einfuhrverbot gilt allerdings für Kampfhunde.

Mehr Informationen auf Englisch gibt es auf: http://www.foedevarestyrelsen.dk

Bei Anreise mit dem Auto müssen ein gültiger nationaler Führerschein und der KFZ-Schein mitgeführt werden. Zollkontrollen finden generell nicht mehr statt und es darf unbeschränkt eingeführt werden. Es wird jedoch empfohlen keine unverhältnismäßig großen Mengen ein-oder auszuführen, da sonst bei eventuellen Stichproben unangenehme Fragen gestellt werden können.


Schusswaffen dürfen nur eingeführt werden, wenn ein europäischer Waffenpass vorliegt und eine Einladung zu einem Jagd- oder Schießwettbewerb vorliegt. Alle anderen Waffen dürfen nicht eingeführt werden.

Mit dem Auto unterwegs

Anreise
Für die Anreise nach Dänemark mit dem eigenen PKW gibt es
verschiedene Routen. Eine Möglichkeit ist die Route über die Festland-Grenze zwischen Flensburg und Padborg nach Jütland. Diese bietet sich an, wenn man auf dem dänischen Festland Urlaub machen möchte.
Eine andere Möglichkeit sind die Autofähren über Puttgarden und Rødby auf der Insel Seeland respektive von Rostock nach Gedser – ebenfalls auf der Insel Seeland gelegen.
Auf die Insel Bornholm gelangt man von Sassnitz auf der Insel Rügen mit den „BornholmerFærgen“ in kurzer Zeit nach Bornholm Bornholm.
Alle Preise sind abhängig von der Fahrzeuggröße, der Anzahl der Passagiere und den Reisezeiten.
Autobahnen dürfen in Dänemark noch ohne Mautzahlung genutzt werden. Die einzigen Straßen, bei denen eine Gebühr verlangt wird, sind die Brücken über den Großen Belt und die Øresundbrücke nach Schweden. An den Autobahnen gibt es regelmäßig Raststätten mit Tankstelle. Staus sind in Dänemark weitaus seltener als in Deutschland. Sie entstehen hauptsächlich zur Rush-Hour auf den Straßen, die nach Kopenhagen, Dänemarks Ballungszentrum, hinein bzw. hinaus führen. Sonst sind Staus oft dem Tourismus geschuldet. Besonders samstags, dem Wechseltag für Ferienhäuser, Pensionen, etc. entstehen bereits um Hamburg herum und in der Nähe der Ferienhausgebiete Staus. Wer plant, mit der Autofähre zu einer der Inseln zu fahren, sollte besser einige Monate im Voraus buchen, um sicher zu sein, einen Fährplatz zu bekommen.

Geschwindigkeitsbegrenzungen
Das Autofahren in Dänemark läuft meist deutlich weniger hektisch ab als in Deutschland. Dies liegt zum Einen an der geringeren Bevölkerungsdichte in den meisten Teilen des Landes, die zu weniger Verkehr auf den Straßen führt, aber auch an der Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstraßen. Meist darf auf Autobahnen nicht einmal 130 km/h gefahren werden, da auf langen Strecken 110 km/h vorgeschrieben wird. Innerorts gilt wie in Deutschland die Begrenzung auf 50 km/h. Mit Anhänger oder Wohnwagen gilt für Landstraßen 70 km/h und für Autobahnen 80 km/h. Sich über die Geschwindigkeitsbegrenzungen hinwegzusetzen, wird dringend abgeraten, da es durch die Polizei schnell zu saftigen Geldstrafen und bei Zahlungsunfähigkeit sogar zur Beschlagnahmung des Autos kommen kann. Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h entsteht beispielsweise umgerechnet bereits ein Bußgeld von 70 Euro, doch wer über 20 km/h zu schnell fährt zahlt sogar bis 270 Euro. Am teuersten wird es, wenn man alkoholisiert am Steuer sitzt und die Promillegrenze, die bei 0,5% liegt, überschritten hat. Hier zahlt man nicht weniger als 540 €. Weitere Bußgeldbeispiele können auf http://www.autogenau.de/ratgeber/bussgeldkatalog-autobahnmaut/bussgeldkatalog-daenemark.html nachgelesen werden. Zusätzlich gilt auf allen dänischen Straßen auch tagsüber Lichtpflicht. Ein Verstoß hiergegen kann ebenfalls wieder teuer werden.

Tanken
Tanken ist in Dänemark meist unproblematisch, da sich fast immer eine Tankstelle in der Nähe befindet. Oft funktionieren diese jedoch automatisch ohne Tankstellenwart und man bezahlt mit Bargeld oder Kreditkarte an einem Automaten.

Besondere Verkehrsregeln
Verkehrsregeln und Verkehrszeichen entsprechend weitgehen dem europäischen Standard. Es gibt jedoch einige Besonderheiten:
An Autobahnauffahrten gilt das Reißverschlussverfahren, das heißt, dass auffahrende Autos in den Verkehr hineingelassen werden müssen, sich sozusagen einfädeln.
Manchmal finden sich auf der Fahrbahn weiße Dreiecke (sogenannte Haifischzähne) mit der Bedeutung: Vorfahrt beachten!
10 m im Abstand von Kreuzungen und Einmündungen gilt Parkverbot. Wo das Parken zeitlich begrenzt erlaubt ist, müssen Parkuhren verwendet werden.

Anreise mit dem Flugzeug

Die meisten Flüge nach Dänemark gehen zum Flughafen Kopenhagen Kastrup. Vereinzelt gibt es auch Flüge nach Billund und Aalborg.
Die Preise schwanken stark abhängig von Flugzeit, Fluggesellschaft und Flugroute, weshalb pauschale Aussagen eher schwer zu treffen sind.
Die Richtlinien für das Gepäck können leicht zwischen den verschiedenen Fluganbietern variieren.

Anbindung der Flughäfen
Vom Flughafen Kopenhagen Kastrup gibt es zahlreiche Bahn-, Metro- und Busverbindungen zum Hauptbahnhof und natürlich vielen anderen regionalen und überregionalen Orten in Dänemark.
Billund ist an den öffentlichen Busverkehr angebunden und ermöglicht eine Weiterreise zu den Bahnhöfen in Aarhus, Vejle, Give, Esbjerg und Skanderborg.
Der Flughafen in Aalborg ist durch regelmäßigen Busverkehr an Aalborg, Lindholm und Aabybro/Hjørring angebunden.

Die Einfuhrbestimmungen für Dänemark können beim Auswärtigen Amt unter http://www.auswaertiges-amt.de nachgelesen werden.

Anreise mit der Bahn

Die Anreise nach Dänemark mit der Bahn ist beim rechtzeitigen Buchen relativ günstig. Die Deutsche Bahn bietet Sparangebote, wie das Europa-Spezial, mit dem man für „kleines Geld“ nach Kopenhagen fahren kann.
Mehrmals täglich fahren ICEs von Hamburg und nach Kopenhagen und Aarhus und einmal täglich von Berlin nach Kopenhagen. Natürlich sind auch andere Städte in Dänemark problemlos mit dem Zug erreichbar. Es sind Fahrten über Flensburg/Padborg und Puttgarden/Rødby (inklusive Fährüberfahrt) möglich.

Infos und Buchung: http://www.bahn.de/p/view/angebot/international/europaspezial/daenemark.shtml

Wer in Dänemark in einen Zug der DSB (Dänischen Staatsbahn) umsteigt, sollte auf die jeweiligen Bereiche in den Wagons achten. Es gibt spezielle Handy-, Ruhe- und Familienbereiche. In Ruhebereichen sind laute Gespräche, sowie Telefonate nicht gern gesehen und die Zugbegleiter weisen Sie auch durchaus darauf hin. Familienbereiche sind oft sehr belebt und es kann dort auch etwas lauter werden.

Wissenswert und hilfreich für Ihren Dänemark Urlaub

Hinweise zu Telefon und Internet
Dänische Vorwahl: 0045 –
Dänische Auskunft: Inland Tel. 118, Ausland Tel. 113
Auch in Dänemark findet man – wie in Deutschland – noch Münz- oder Kartentelefone, die jedoch relativ teuer sind. Interessanter ist für die meisten Besucher Dänemarks sicherlich günstiges telefonieren und surfen mit dem eigenen Mobiltelefon. Wer nicht weitestgehend auf das Handy im Urlaub verzichten möchte, sollte in Erwägung ziehen, sich für die Zeit in Dänemark eine dänische SIM-Card zuzulegen, die bereits relativ günstig für ca. 50 – 150 DKK bei Mobilfunkanbietern zu bekommen ist. Das Telefonieren ins Ausland und das Surfen im Internet wird damit deutlich billiger.
Ausserdem bieten immer mehr Anbieter in Deutschland auch günstige Flatraten für einen begrenzten Zeitraum im europäischen Ausland an. Ein frühzeitiger Kontakt mit Ihrem Provider kann hilfreich sein.
Zusätzlich bieten heute viele Hostels und Hotels kostenlosen WLAN-Zugang oder Computer mit Internetzugang an. Smartphone-Besitzer sollten allerdings darauf achten, dass das mobile Internet für die Zeit im Ausland abgeschaltet ist, da sonst hohe Roaming-Gebühren anfallen können.
Infos unter http://www.danforum.de/mobiles_internet_in_daenemark.html

Notrufnummern:
Polizei, Feuerwehr, Krankenhaus: 112

Ärztliche Notdienste:
Nordjylland (Nordjütland): Tel. 70 15 03 00
Midtjylland (Mitteljütland): Tel. 70 11 31 31
Syddanmark (Südjütland und Fünen): Tel. 70 11 07 07
Sjælland (Seeland): Tel. 70 15 07 00
Hovedstaden (Hauptstadtregion, Nordseeland, Bornholm): Tel: 38 69 38 69

Sperrung von Kredit- und EC-Karten bei Verlust und Diebstahl: + 49 116 116
Krankenversicherung für Touristen
EU-Bürger, die gesetzlich versichert sind, besitzen in der Regel die European Health Insurance Card (EHIC) oder können diese kostenlos bei der jeweiligen Krankenkasse beantragen. Damit können die meisten Kosten für ärztliche Behandlungen gedeckt werden. Beim Zahnarzt und beim Kauf von Medikamenten werden allerdings hohe Kosten fällig. Die Leistungen der Krankenkasse können hierbei variieren und sollten individuell nachgefragt werden. Zusätzlich ist es möglich eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, was von den meisten gesetzlichen Krankenkassen empfohlen wird, die dann alle Kosten einer Behandlung abdeckt.
Bei privaten Kassen ist man oft im europäischen Ausland automatisch mitversichert. Jedoch sollte zur Sicherheit bei der jeweiligen Krankenkasse nachgefragt werden, welche Leistungen in Dänemark erstattet werden.
Die Behandlung in Krankenhäusern ist in der Notaufnahme jedoch auch für Touristen kostenlos!

Stromversorgung
Die dänische Stromspannung unterscheidet sich nicht von der üblichen Spannung in Mitteleuropa (220 Volt Wechselstrom). Es sind keine Adapter notwendig, obwohl die Steckdosen in Dänemark etwas anders aussehen als in Deutschland und oft einen Sicherheitsschalter besitzen, der vor der Benutzung aktiviert werden muss.

Gesetzliche Feiertage
Neujahr: 1. Januar
Ostern (Gründonnerstag, Karfreitag, Ostermontag)
Buß-und Bettag
Christi Himmelfahrt
Pfingstmontag
Verfassungstag: 5. Juni
Weihnachten (24.-26. Dezember)
Silvester: 31. Dezember

Währung
Die Währung ist die Dänische Krone (DKK). Der Wechselkurs zum Euro kann z.B. unter http://www.finanzen.net/devisen/euro-daenische_krone-kurs genau abgelesen werden.

Zeitzone
Es gilt wie in deutschsprachigen Ländern die mitteleuropäische Zeit (MEZ) mit Sommerzeit (MESZ).

Trinkwasser
Die Trinkwasserqualität in Dänemark ist sehr gut. Wasser aus der Leitung kann ohne Bedenken getrunken werden, was die meisten Dänen auch tun.

Trinkgeld
In Restaurants ist Trinkgeld gern gesehen, wenn auch keine Pflicht. Im Taxi und beim Friseur ist Trinkgeld eher unüblich, es wird jedoch öfter aufgerundet. Sich angemessen zu bedanken wird allerdings erwartet.

Angelschein für Hobbyangler
Das Angeln ohne Angelschein ist in Dänemark nicht erlaubt. Angelscheine sind in Touristenbüros, bei der Post und online auf www.fisketegn.dk erhältlich. Für Angler unter 18 und über 65 Jahren ist der Angelschein gratis. Sonst kostet ein Angelschein für einen Tag 40 DKK, für eine Woche 130 DKK und für ein Jahr 185 DKK. Wer an Binnengewässern angeln will, sollte sich individuell über eventuelle Zusatzangelscheine informieren, da diese oft privat verwaltet werden. Eine Ausnahme bilden put&take-Seen, bei denen gegen Eintritt oder nach Gewicht des Fangs bezahlt wird. Info unter http://www.putandtake.info/

Die Botschaften

Deutsche Botschaft
Stockholmsgade 57
DK-2100 København Ø
Tel. 35 45 99 00
Öffnungszeiten: Mo, Di, Do und Fr 09:00 – 12:00 Uhr, Mi 13:00 – 16:00 Uhr
Für Notfälle außerhalb der Öffnungszeiten: (0045) 40 17 24
E-Mail: info@kopenhagen.diplo.de
Homepage: http://www.kopenhagen.diplo.de/Vertretung/kopenhagen/de/Startseite.html

Bei dringenden Notfällen ist es möglich, sich über die Mobilnummer des Bereitschaftsdienstes sowohl telefonisch als auch per SMS mit der Botschaft in Verbindung zu setzen.

Österreichische Botschaft
Sølundsvej 1
DK-2100 København Ø
Tel. 39 29 41 41
Für Notfälle außerhalb der Öffnungszeiten: (0045) 21 72 79 41
E-Mail: kopenhagen-ob(at)bmeia.gv.at
Homepage: http://www.bmeia.gv.at/botschaft/kopenhagen.html

Schweizer Botschaft
Richelieus Allé 14
2900 Hellerup, Dänemark
Tel. 33 14 17 96
Helpline: +41 800 24 7 365
E-Mail: cop.vertretung@eda.admin.ch
Homepage: http://www.eda.admin.ch/copenhagen